Bestandsaufnahme in eigener Sache

7 RWV-Vorsitzende trafen sich in München zum Erfahrungsaustausch

Karl Russwurm, Mitglied des RWVI-Präsidiums und zugleich Vorsitzender des RWV München, war es ein Anliegen, erstmals beim Anknüpfen von engeren Beziehungen unter den süd- bzw. südwestdeutschen Wagner-Verbänden nicht nach dem Motto „Mia san mia“ zu verfahren, sondern als Motor und Motivator Hilfestellung dabei zu leisten, die erfolgreich arbeitenden Vereine zu einer Regionalkonferenz an einen Tisch zu bringen. Sein Ziel: einen intensiveren Erfahrungsaustausch unter den Vorsitzenden anzustoßen als es bei Kongressen oder zufälligen Treffen erreichbar ist und die regionale Zusammenarbeit schrittweise zu vertiefen.

An Themenfeldern gibt es wahrlich keinen Mangel: was macht die Verbände vor Ort erfolgreich, wo liegen Probleme? Wie wird der Nachwuchs bei Stipendiaten, im Vorstand und bei Mitgliedern generiert? Wie funktionieren vor Ort Netzwerke mit Kooperationspartnern? Welche Erwartungen gibt es an den Dachverband RWVI und wie kann dessen Arbeit für die Ortsverbände verbessert werden?

Die Vorsitzenden aus Ammersee, Augsburg, Bamberg, Frankfurt, Rosenheim-Chiemgau und Stuttgart nahmen am 17. März die Chance wahr und diskutierten intensiv miteinander. Freilich konnten an einem Tag keine Patentlösungen für die drängendsten Fragen gefunden werden, aber es ergaben sich einige Ansätze:
– Aufbau bzw. Wiederbelebung regionaler Gemeinschaftsveranstaltungen
– Nutzung eigener Reiseaktivitäten zu lokalen Treffen mit den RWV vor Ort
– Aufbau eigener Education-Programme, z.B. Gewinnung angehender Musikpädagogen als Stipendiaten, um Workshops mit Musikgymnasien durchzuführen oder Bildung von Patenschaften zwischen musikpädagogisch ausgebildeten Mitgliedern und Schulen.

Auch wurden Problemfelder des Dachverbandes RWVI erörtert. So suchte man z.B. gemeinsam Ansätze, den „Gesangswettbewerb für Wagnerstimmen“ zu reformieren, um dessen Attraktivität für die Ortsverbände nachhaltig zu steigern.

Ein Anfang ist gemacht. Noch in 2019 ist eine Fortsetzung dieses „best practice“ Formates geplant.