Dank für 30 Jahre Ehrenamt im RWV Frankfurt
Text und Foto: Dirk Jenders
Unser Vorstandsmitglied Rose Wießler ist nach einem Ende Januar erlittenen Herzinfarkt und auf Anraten der Ärzte mit sofortiger Wirkung von ihrem Amt als beratendes Mitglied im Vorstand des RWV Frankfurt zurückgetreten. Sie schreibt uns: „Die Arbeit für den Richard-Wagner-Verband hat mir immer große Freude bereitet und von Herzen danke ich allen Mitgliedern für das entgegengebrachte Vertrauen und dem Vorstand für die gute Zusammenarbeit. Als Mitglied bleibe ich dem RWV Frankfurt selbstverständlich immer verbunden.“
Ihren ersten Kontakt zum Wagner-Verband hat Rose Wießler schon 1976; die Mitgliedschaft begründet sie 1982. Schnell avanciert sie zur helfenden Hand des damaligen Vorsitzenden und wird im November 1996 als Schriftführerin erstmals in den Vorstand gewählt; Ende 1999 folgt der stellvertretende Vorsitz. Mit großem Pflichtbewusstsein und Freude übt sie dieses wichtige Amt bis zum März 2025 aus und bringt sich zuletzt als beratendes Vorstandsmitglied in die Leitungsarbeit ein.
30 Jahre Ehrenamt ist keine Selbstverständlichkeit. Niemand hat sich seit Gründung des RWV Frankfurt im Jahr 1910 ohne Unterbrechung länger im Vorstand engagiert und das wird auf lange Zeit auch nicht getoppt werden können. Das Wirken von Rose Wießler und ihre Präsenz prägen unsere Chronik. Vorstand und Mitglieder im etwas anderen Fanclub danken ihr von ganzem Herzen und wünschen jetzt erst einmal gute Erholung.
Gerade die beginnenden 2000er-Jahre sind für unseren Ortsverband in programmatischer Hinsicht nicht einfach. Der von 1999 bis 2008 amtierende Vorsitzende hält sich damals viele Monate im Jahr in Asien auf und stellt neben der Vereinsadministration ebenso zuverlässig die Stipendienvergabe sowie die jährliche Mitgliederversammlung mit dem Konzert der Bayreuth-Stipendiaten sicher. Eine weitere Programmgestaltung aus der Ferne ist da eher schwierig. Gut also, dass es mit Rose Wießler eine kreative Stellvertreterin gibt. Sie organisiert zum Beispiel 2004 einen Tagesausflug in die Sektkellerei Henkel. Bereits zuvor – bei anderer Gelegenheit – erinnert sie in einem Vortrag an den Bühnenbildner Siegfried Wagners von 1924: Kurt Söhnlein – aus der Biebricher Sekt-Dynastie.
2005 führt sie interessierte Mitglieder zum Wiesbadener Schott Verlag, der für Richard Wagner so bedeutend war. Sie ist es auch, die über Jahrzehnte den freundschaftlichen Kontakt zu unserem Ehrenmitglied im Vorstand, Wagner-Enkelin Verena Lafferentz-Wagner (1920 – 2019), nach Nußdorf hält und ihr bei den alljährlichen Besuchen hier in Frankfurt eine umsorgende Begleiterin ist.
Ihre größte Freude im Vorstand aber ist es, Jahr für Jahr unsere Bayreuth-Stipendiaten zu betreuen. Vom ersten Kennenlernen und Stipendiatenkonzert hier in Frankfurt über den Festspielaufenthalt in Bayreuth bis zur Festspiel-Nachlese mit den jungen Talenten: immer ist Rose Wießler eine liebenswürdige und bei den jungen Menschen überaus geschätzte Ansprechpartnerin gewesen. Und wenn eines unserer Mitglieder einen besonderen Geburtstag feiert, stammen die Glückwünsche des Vereins aus ihrer Feder und letzteres soll auch künftig so sein, das ist ihr vom Vorstand versprochen.
