Auf eine Pfefferhaxe mit Siegfried

Junge Künstler aus Frankfurt beeindrucken in Bayreuth

Unsere Stipendiaten am 15.08.16 vor dem Festspielhaus - von links nach rechts - vorne: Dana Barak, Sophie Wenzel, Katharina Ruckgaber, Penelope Mason / hinten: Hsiu-Wei Hu, Malte von der Lühe, Iusef Dzhakh-Dzhakh, Thomas Faulkner, Dirk Jenders (RWV FFM), Daniel Reith, Michael Meininger

Unsere Stipendiaten am 15.08.16 vor dem Festspielhaus – von links nach rechts – vorne: Dana Barak, Sophie Wenzel, Katharina Ruckgaber, Penelope Mason / hinten: Hsiu-Wei Hu, Malte von der Lühe, Iusef Dzhakh-Dzhakh, Thomas Faulkner, Dirk Jenders (RWV FFM), Daniel Reith, Michael Meininger

Wenn sich die 10 Stipendiaten des RWV Frankfurt zum Gruppenfoto vor dem Bayreuther Festspielhaus aufstellen, wird einiges an Platz benötigt. Der förderstärkste Wagner-Verband erregte tatsächlich Aufsehen, als sich die kleine Prozession auf den Weg zum blumengeschmückten „Wagner-W“ machte. Sogar die Polizisten, die sich auf die Inhalte der Damenhandtaschen konzentrierten, traten freundlich beiseite. Vom 13. bis 18. August besuchten die jungen Talente des Dr. Hoch’s Konservatoriums, der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst sowie der Oper Frankfurt die Bayreuther Festspiele. Dieses Erlebnis teilten Sie mit 240 anderen jungen Künstlern der Wagner-Verbände aus aller Welt. Auf dem Stipendienprogramm standen die Festspielaufführungen „Der fliegende Holländer“, die Neuproduktion „Parsifal“ sowie „Götterdämmerung“. Katharina Ruckgaber (Sopran), Dana Barak (Klarinette) und Daniel Reith (Klavier) wurden aufgrund ihrer erfolgreichen Bewerbungen zur Teilnahme am Internationalen Stipendiatenkonzert der Richard-Wagner-Stipendienstiftung ins Große Haus der Stadthalle eingeladen. Dort nahm das Trio mit Schuberts „Der Hirt auf dem Felsen“ für sich ein. Drei Tage zuvor kam prominenter Besuch zum traditionellen Abendessen der Partnerverbände aus Frankfurt und Leipzig. Stefan Vinke folgte nur zu gerne der Einladung in die „Lohmühle“, um dort ungezwungen und auf höchst sympathische Weise aus seiner Karriere zu berichten. Der Heldentenor war genau vor 20 Jahren ebenfalls Stipendiat des RWV Mannheim Kurpfalz und konnte sich damals wahrlich nicht vorstellen, dereinst in Partien wie Tristan, Stolzing oder seit 2015 als Siegfried auf der Festspielbühne zu stehen. Insbesondere den Sängern unter den Stipendiaten gab er wertvolle Ratschläge für ihre berufliche Entwicklung. Kein Wunder also, dass der überaus gelungene Abend bei guten Schoppen, Pfefferhaxe & Co. nur so verflog. Am 22. September werden die Frankfurter Stipendiaten den Mitgliedern im etwas anderen Fanclub von ihren Bayreuther Eindrücken berichten.

Tenor Stefan Vinke (Bildmitte) im Gespräch mit Stipendiaten aus Frankfurt und Leipzig in der "Lohmühle" / Bayreuth

Tenor Stefan Vinke (Bildmitte) im Gespräch mit Stipendiaten aus Frankfurt und Leipzig in der „Lohmühle“ / Bayreuth (Fotos: Christoph Jenisch  / RWV Frankfurt)

Konzert unter vollen Segeln

Die 10 Bayreuth-Stipendiaten des RWV Frankfurt kommen 2016 aus Israel, Australien, Deutschland, England, Taiwan sowie der Ukraine und vertreten ganz unterschiedliche Fächer: Zwei Soprane, ein Mezzosopran und Bassbariton, zwei Dirigenten, ein Komponist, eine Klarinettistin, ein Flötist und Trompeter. Mit ihrem Programm nahmen die jungen Talente ihr Publikum im diesjährigen Frankfurter Stipendiaten-Konzert mit auf eine große musikalische Reise. Gleich zum Auftakt ging es mit Dirigent Michael Meininger und den über 40 (!) Damen und Herren der Stadtkapelle Friedberg quasi unter vollen Segeln auf die Jagd nach dem Weißen Wal (Of Sailors and Whales für sinfonisches Blasorchester von William Francis McBeth). Dirigent Daniel Reith machte durch intensives Klavierspiel mit dem Australier Carl Vine (Klaviersonate Nr. 1) bekannt. Das spanische und italienische Liederbuch (Hugo Wolf) besang Sopranistin Penelope Mason so verführerisch, dass ihr das Publikum nach jedem Lied einen Szenenapplaus gönnte. Mezzosopranistin Sophie Wenzel übererfüllte alle Erwartung (Schönberg) und führte mit Clara Schumann im gleichnamigen Saal des Hoch’schen Konservatoriums  sprichwörtlich an die Loreley. Komponist Hsiu-Wei Hu ließ durch die virtuos spielende, hauchende wie summende Cellistin Hsiang-Yi Yang sein 2014 entstandenes Werk Im Wald (nach Eichendorff: Es ist schon spät, es ist schon kalt) aufführen. Dana Barak begeisterte dank perfekter Instrumentenbeherrschung sowie großartiger Interpretation mit Bernsteins Sonata für Klarinette und Klavier. Katharina Ruckgaber, Sopran im Opernstudio, bedankte sich zur seligen Stunde (Zemlinsky) einer Nuit d’étoiles (Debussy) mit einer hochfeinen Zueignung (Richard Strauss). Iusef Dzhakh-Dzhakh (Querflöte) und Malte von der Lühe (Trompete) rundeten das 2-stündige Konzert mit Werken von J.D. Braun und Thorvald Hansen ab. Für Bassbariton Thomas Faulkner (Opernstudio) hatte an diesem Abend eine Wozzeck-Probe mit Regisseur Christof Loy aus nachvollziehbaren Gründen Priorität. Er singt darin den ersten Handwerks-burschen.

Glückliche Stipendiaten nach einem großartigen Konzert am 16. Juni 2016 im Dr. Hoch’s Konservatorium (zum Vergrößern bitte ins Bild klicken)

Glückliche Stipendiaten nach einem großartigen Konzert am 16. Juni 2016 im Dr. Hoch’s Konservatorium (zum Vergrößern bitte ins Bild klicken)

Die Stipendiaten des RWV Frankfurt besuchen vom 13. bis 18. August die Bayreuther Festspiele und erleben dort u.a. die Aufführungen Der fliegende HolländerParsifal und Götterdämmerung. Zur großen Freude der Frankfurter Wagner-Freunde sind Dana Barak, Penelope Mason und Daniel Reith (alle HfMDK) eingeladen, am 17. August im Internationalen Stipendiaten-Konzert der Bayreuther Richard-Wagner-Stipendien-stiftung mitzuwirken. Das Trio wird das Konzertprogramm mit Der Hirt auf dem Felsen von Franz Schubert bereichern. 

Der RWV Frankfurt on Tour

Meisterliche „Meistersinger“ in München

Schon lange vor der Premiere waren alle Vorstellungen der Neuinszenierung der „Meistersinger“ an der Bayerischen Staatsoper ausverkauft. Bärbel Franz hatte es durch frühzeitige Initiative trotzdem geschafft, für die Mitglieder des RWV Frankfurt 22 der begehrten Tickets für die Aufführung am 4. Juni zu ergattern. Wer dabei war, erlebte eine musikalisch und sängerisch herausragende Vorstellung.

Kirill Petrenko bestätigte mit dem Bayerischen Staatsorchester eindrucksvoll seine Ausnahmestellung als Wagner-Interpret. Wolfgang Koch wurde für seine Darstellung des Hans Sachs mit besonders lang anhaltendem Beifall gehuldigt, für den Münchner Publikumsliebling Jonas Kaufmann, der einen flapsig-arroganten Stolzing gab, flogen sogar Blumen auf die Bühne. Sara Jakubiak vom Ensemble der Oper Frankfurt beeindruckte als Eva; Markus Eiche konnte der Figur des Sixtus Beckmesser einen ungewohnt tragischen Akzent verleihen. Die insgesamt vergnügliche Inszenierung von David Bösch bot wieder viel fahrbares Gerät auf: einen kleinen Citroen-Laster als mobile Schusterwerkstatt, Mofas für Eva und David, eine elegante Limousine für Pogner und eine elektrische Hebebühne für Beckmessers Ständchen.

Am Vorabend hatte Karl Russwurm, Vorsitzender des RWV München, zu einem eigens für die Frankfurter Gäste arrangierten Vortrag über „Bayreuths inszenierte Skandale“ eingeladen. „Fürchtet Katharina sich vor einem Nicht-Skandal mehr als vor einem Skandal?“ fragte provozierend der Hamburger Musikwissenschaftler Peter Krause. Ein ordentlicher Skandal sorge schließlich für ausgedehnte überregionale Berichterstattung. „Echte“ Inszenierungs-Skandale – wie etwa anlässlich Götz Friedrichs „Tannhäuser“ von 1972 und des „Rings“ von Patrice Chereau – werden, so Krause, zunehmend durch „inszenierte Skandale“ wie um das Hakenkreuz-Tattoo von Jewgeni Nikitin abgelöst. Fast 100 Zuhörer lauschten im vollbesetzten Saal des Künstlerhauses am Lenbachplatz seinem kenntnis- und detailreichen Vortrag. Danach trafen sich die Münchner und Frankfurter Wagner-Fans beim „Wagner-Stammtisch“ und erfreuten sich am regen Austausch.

Zwischen den Wagner-Terminen bot sich den Gästen aus Hessen trotz der heftigen Wolkenbrüche dieses Wochenendes noch ausgiebig Gelegenheit, die kulturellen und kulinarischen Schmankerln Münchens auf eigene Fast zu erkunden und zu genießen.
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Der heilige Gral im Industriebau

Beeindruckender Peter-Behrens-Bau in Höchst

Zutreffender hätte es Ulrich Boller, Archivar der Clariant in Höchst, nicht ausdrücken können: Wagners musikdramatische Leitmotivik stand Pate für die großartige Architektur von Peter Behrens im heutigen Industriepark (IP) Höchst. Der Hanseat und Wagner-Verehrer, der auch auf der Darmstädter Mathildenhöhe bauliche Meilensteine setzte, ließ zwischen 1920 und 1924 – unweit des Höchster Schlosses – das imposante „Technische Verwaltungsgebäude“ der ehemaligen Höchst AG errichten. Er nutzte das Stilmittel des Expressionismus, das aber den Barock in seiner Grundanlage nicht verleugnet und den Besucher bis heute verblüfft.

Kuppel-Kristalle im Peter-Behrens-Bau (Foto: Christoph Jenisch)

Kuppel-Kristalle im Peter-Behrens-Bau (Foto: Christoph Jenisch – zum Vergrößern ins Bild klicken)

Die „nur“ 15 Meter hohe Halle erscheint durch damals neue räumliche Dimensionen viel höher und bietet unter den drei Kuppeln in Form chemischer Kristalle bis heute ein so nie erlebtes Farbspektrum. „Umbautes Licht“ wird hier nicht zum Widerspruch, sondern zur Maxime. Der Umzug des damaligen Vorstands in das neue IG-Farben-Haus im aufstrebenden Frankfurter Westend leitete bereits 1925 den Bedeutungsverlust des Behrens-Baus ein. So erklangen die von ihm konzipierten „Parsifal“- und „Lohengrin“-Motive nie von dessen Glockenturm, die dem hart arbeitenden Menschen Schichtbeginn und -ende ankündigen sollten. Wer heute das gralsverwandte Raumwunder des Industriebaus erleben will, sollte sich, wie die 22 Mitglieder und Gäste unseres Verbandes, um eine Führung im IP Höchst bemühen, es lohnt sich.

Wagners Gralsburg als Leitmotiv (Foto: Christoph Jenisch)

Wagners Gralsburg als Leitmotiv (Foto: Christoph Jenisch – zum Vergrößern ins Bild klicken)

Einen ausführlichen Bericht unseres Besuchs am 19.05.16 Sie hier

Wagners Scheitern in Paris

Le Vaisseau Phantôme (Der doppelte Holländer) entdeckt von Markus Kiesel

Ständige Geldnot zwang Wagner, der Pariser Oper seinen Prosaentwurf zum Fliegenden Holländer anzubieten. Zudem gelang es ihm nicht, für sein Werk dort einen bezahlten Kompositionsauftrag zu erhalten. Auf der ständigen Suche nach Sujets und ausgerichtet an der Mode war der Bedarf der Grand Opera an Opernstoffen enorm, man könnte auch von einer Opernindustrie sprechen. So erhielt der Chorleiter des Hauses, Pierre Louis Dietsch, den Stoff und ließ das französische Libretto von Paul Foucher und Henry Révoil erstellen. In seinem Vaisseau Phantôme, das im November 1842 uraufgeführt wurde, handelt es sich um ein von Wagner unabhängiges Werk, nur die Grundstory haben beide gemein. So heißt der Holländer bei ihm Troil, Senta ist Minna, Daland ist Barlow und aus Erik wird Magnus (ein Priester!).

Pierre Louis Dietsch und Richard Wagner - Komponisten des "Doppelten Holländers"

Pierre Louis Dietsch und Richard Wagner – Komponisten des „Doppelten Holländers“

Während die Komposition Dietschs als elegant, kunstvoll oder vornehm bezeichnet werden kann und sich ganz in den Kontext eines späten Donizetti oder frühen Gounods einordnen lässt, muss der im Januar 1843 in Dresden uraufgeführte Fliegende Holländer von Richard Wagner – zumindest in den Ohren des damaligen Publikums – als absolute Zumutung empfunden worden sein. Diese These vertrat gestern zumindest Dr. Markus Kiesel in seinem launigen wie genialen Vortrag über den „Doppelten Holländer“. Rossini soll beim Studium der Wagner-Partitur darum gebeten haben, dieselbe zu schließen: „Es zieht!“ – pausenloser Sturm – ein Donnerschlag in die Opernepoche also. Für Kiesel unerklärlich bleibt, warum sich Wagner 1861 zur Umarbeitung des Holländers mit Harfe und finalem Erlösungsmotiv entschlossen hat. War dies doch ein spätes und letztlich für ihn hoffnungsloses Zugeständnis an die Pariser Mode? Ausgerechnet Meyerbeer sollte 1865 seine Seefahrer-Oper Vasco da Gama genau in diesem Stile zum Triumph führen und auch Dietsch bediente sich schon 1842 zur Freude des Publikums des finalen Erlösungsmotivs. Freunde wurden Wagner und Dietsch nie. Letzterer dirigierte im März 1861 den Tannhäuser-Skandal und blieb für immer Wagners Schreckensdirigent. Markus Kiesel holte Dietschs Werk nach 165 Jahren aus dem Fundus der Pariser Oper und sorgte im Wagner-Jahr 2013 für eine Wiederaufführung bei gleichzeitiger Gegenüberstellung mit Wagners Version. Die französische (!) CD-Produktion mit Marc Minkowski ist eine absolute Hörempfehlung!

50 Jahre RWV Paris

Reise zu einem Fest unter Freunden

Im Musée d'Orsay: Richard Wagner von August Renoir

Im Musée d’Orsay: Richard Wagner von August Renoir (zum Vergrößern bitte ins Bild klicken)

 

Der Cercle National Richard Wagner Paris feierte am 6. März sein 50jähriges Jubiläum. 22 Mitglieder unseres etwas anderen Fanclubs haben mitgefeiert. Eröffnet wurde das Festwochenende mit den Meistersingern in der Opera Bastille, und Paris konnte die Besucher trotz eines april-launigen Wetters von seinem Charme und seiner Pracht überzeugen.

Einen ausführlichen Reisebericht über das Festwochenende finden Sie hier     (17 MB-Datei)


 

Ungewöhnliche Seherlebnisse

Besuch in der Fotokunst-Sammlung der DZ-Bank

Die aktuelle Präsentation ab 9. März im ART Foyer der DZ Bank

Die aktuelle Präsentation ab 9. März im ART Foyer der DZ Bank (zum Vergrößern bitte ins Bild klicken)

Natürlich sind in der Fotokunst-Sammlung der DZ-Bank Barbara Klemms berühmte Politikerfotos zu sehen und ihre berührenden Bilder vom Alleinsein des Besuchers im Berliner Holocaust-Denkmal. Sie korrespondieren dort mit Fotokunst, die neben einer leistungsfähigen Kamera, einem sicheren Blick, dem Gespür für den richtigen Moment und den neuen digitalen Möglichkeiten erstaunliches zusätzliches „Handwerkszeug“ einsetzt. Unsere Mitglieder konnten sich am 18. Februar im „Kronenhochhaus“ einen Eindruck davon verschaffen.

Beispiele aus der Sammlung, die mittlerweile über 7000 Objekte von mehr als 800 Fotokünstlern umfasst, finden Sie hier

Musik ist etwas Körperliches

Sommerferien im mystischen Abgrund Bayreuths

Juli 2015 in Bayreuth, 38 Grad im Schatten. Statt seinen verdienten Urlaub im heimischen Freibad oder irgendwo am Meer zu verbringen, zwängt sich Matthias Höfer in den engen, heißen Orchestergraben des Bayreuther Festspielhauses, spielt im Festspielorchester die Bassklarinette, geht im Klangwunder der einmaligen Akustik auf und ist glücklich. Seit 2009 geht das so, Sommer für Sommer. Warum er sich das antut? „Weil es Spaß macht!“ Matthias Höfer (47) ist Solo-Klarinettist im Frankfurter Museums- und Opernorchester und hat zudem in Bayreuth eine Funktion als Orchestervorstand inne. Seine Motivation, während der Ferien in Bayreuth zu spielen, liegt in der energetischen Dichte, der Präzision, ja der Phrasierungsqualität seiner Musikerkollegen und am genius loci sowieso. Im ersten Mitglieder-Jour Fixe des neuen Jahres gewährte uns unser Gast spannende Einblicke in den Bayreuther Festspielbetrieb, eben aus Perspektive des mystischen Abgrunds, wie der Orchestergraben auf dem Grünen Hügel auch genannt wird.

Matthias Höfer und sein Instrument, die Bassklarinette (Foto: Alex Sorokin)

Matthias Höfer und sein Instrument, die Bassklarinette (Foto: Alex Sorokin)